Worte am internationalen Kinderbuchtag 2026

Am zweite April wird seit 1967 der internationale Kinderbuchtag begangen und die Freude am (Vor)lesen gefördert wie gefeiert. Und ich denke an die vergangenen „Heute ein Buch“-Aktionen mit Janet, Sari, Jenny, Alu und all den anderen Beteiligten. An verbindende Leseliebe. Verschenkte Geschichten. Geteilte Lesemomente mit meinen Kindern. An den Zauber zwischen Buchdeckeln und den Wert der ideenreichen Geschichten für die Welt.
Die Lust am Lesen wie die Freude beim Vorlesen unterstützt die sprachliche Bildung von Kindern, setzt ästhetische Impulse, stärkt durch Vielfalt und schafft Nähe.
Egal ob Klassiker, Freundschaftsabenteuer, Comic, Aufklärungswerk, Witzebuch oder Wissenswälzer, jede umgeblätterte Seite bereichert die Kindheit und das Fundament der emotionalen und kognitiven Entwicklung. Das ist wichtig, wenn ich mir klarmache, dass eine stetige Flut an Nachrichten temporeich Dauerkrisen, steigende Preise, gesellschaftliche Schieflagen, fragwürdig Entwicklungen und beängstigende Geschehnisse in der Welt zeigt. Den wie kann da ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft nicht verdüstert werden? Dazu kommt, dass dem KI-Zeitalter noch schützende Regeln und klare Transparenz fehlt. Wie kann da Fake von Fakt, Wirklichkeit von Schwurbel und Selbstgemachtes von Generiertem unterscheiden werden? Es braucht logisches Denken, einen verständigen Wortschatz, Einfühlungsvermögen und Vorstellungskraft. Wie wertvoll ist es da, wenn wir auf einen eigenen inneren Fundus, der mit und aus Geschichten gespeist wurde, zurückgreifen können.
Zuversicht braucht es zum Weitermachen. Es braucht den Glauben, dass Veränderung möglich ist. Erwachsene wie Kinder brauchen berührende, echte, wunderfitzige, tröstende, skurrile, aufklärende, bezaubernde, lustige, stärkende, spannende und kreative Geschichten, aus denen Hoffnung gezogen werden kann. Weitergetragen zwischen Zeilen. Halten wir Ausschau nach Lesestoff, der den Horizont erweitert. Ich will menschliche Werke lesen, die machen, dass wir fühlen. Damit wir der Neugier vertrauen können, wenn Mut und Hoffnung schwanken. Damit Fantasie uns hilft neue Wege zu gehen. Zeit nicht nur Mangelware ist sondern auch zum Verweilen. Damit über Worte, verschiedene Genres, Leseerlebnisse und geteilte Geschichten unsere Welt ein Stück offener, inklusiver, gerechter und freundlicher wird. Mit Staunen, Spannung oder einem Lächeln. Ich will Lesestoff mit Herz und Haptik. Angefangen beim ersten Buch! Darum feiere ich den internationalen Kinderbuchtag. Wenn wir die Welt verändern wollen, könne wir gemeinsam Geschichten lesen. Was so pathetisch ernst klingt, ist machbar und kann trotzdem Teil der Lösung sein.
Was hast du früher gelesen? Was liest du heute? Welche Geschichten sollen Kindern vorgelesen werden? Welche Bücher braucht es für machbare Zukunftsideen? Bei all den geteilten Überlegungen am internationalen Kinderbuchtag bin ich dankbar für die gesammelten Erinnerungen rund ums Lesen und die geteilte Bücherliebe…
Eure Anne
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