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Aus dem Alltag/ Teil 2 – Geburtstagsmorgen

Aus dem Alltag/ Teil 2 – Geburtstagsmorgen
Einen Moment festhalten,  um ihn vorm Vergehen und Vergessen zu schützen. 
Diese schöne Anregung kommt von Eva. Sie beschreibt diese Begebenheiten mit „Zauberzeit“ – mehr dazu hier.

Der Morgen an ihrem Geburtstag

Tapp. Tapp. Tapp. Tapp. 
Ich wurde wach. Hörte Schritte im Flur. Behutsam öffnete sich die Schlafzimmertür. 
Ich tat, als würde ich schlafen. Lauschte auf das Rascheln von Bettwäsche. Spürte die Bewegung der Matratze. 

„Mein Geburtstagskind“, dachte ich zärtlich. 

Sacht schoben sich zwei Beine unter meine Decke. Zwei Füße berührten meinen Rücken. Vor 4 Jahren traten sie mich noch von Innen.

Krümelie machte es sich neben mir gemütlich. Sie seufzte kurz und atmete ganz ruhig. 

Ich lauschte. 

Krümel drehte sich. Mein Herzmann lag auf seiner Seite. Ich wünschte er würde ran rücken. 

„Nein, nichts sagen.“, ermahnte ich mich. 

Und dann war der Moment, die kurze Zeit zwischen Schlafen und Aufwachen, zwischen Ruhe und Trubel, zwischen Wehmut und Freude doch vorbei. Bewegung kam auf. 

Und wie sich das an einem Geburtstagsmorgen gehört, wurde der Ehrentag besungen. Es folgten Küsschen, Umarmungen und Glückwünsche. Es gab ein kleines Geschenk zum Auspacken und Kuchen zum Frühstück. 

Ein neues Kleid lag bereit für das Geburtstagskind. Haarekämen, Zähneputzen und Anziehen ging beschwingt vonstatten. 

Die Ausstattung für die Party im Kindergarten stand griffbereit und so konnten der super-sonnige Tag und die Festlichkeiten starten. 

Happy Birthday, liebe Krümelie. 
Finde deinen Weg, wir begleiten dich! 

Anne

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