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Von Äpfeln und Technik

Von Äpfeln und Technik

Der Sohn und ich fuhren mit der Bahn. Wir aßen einen Apfel. Eine ältere Dame saß uns gegenüber. Krümel lächelte sie an. Biss ab, kaute, lächelte und so weiter. Die Frau lächelte und lobt Krümel. Äpfel sein lecker und gesund, sagte sie. 

Wie den der Name sei, fragte sie. Ich nannte ihn und erklärte: “ Wie der Uropa.“. Die Frau lächelte versonnen. 

Dann beugte sie sich verschwörerisch vor und sagte: „Und wenn du erwachsen bist, packst du den Computer zur Seite und machst es wie der Uropa.“. 

Krümel biss vom Apfel ab, kaute und lächelte. Die Frau ermunterte ihn und sagte wieder, dass Äpfel gesund und lecker seien. 

Manchmal finde ich die menschliche Abhängigkeit von der Technik beängstigend, denke ich. Wäre es nicht sinnvoll ein bisschen sparsamer damit umzugehen? Ohne Computer fährt die Bahn nicht, bekommen wir kein Geld, in den Geschäften keine Lebensmittel und so weiter. Wir können nicht… 

Die Technik hilft. Auf viele Arten und Weisen. Kontakte über weite Entfernungen, mobil und ohne großen Aufwand, sind möglich. Die Verbreitung und der Austausch von Informationen wird erleichtert. 

Doch manche Sachen können wir mehr wie zu Uropas Zeiten machen… mit den Händen, mit einem Stift, von Angesicht zu Angesicht. 

Und Krümel beißt in seinen gesunden und leckeren Apfel, kaut und lächelt. Hoffentlich findet er ein Mittelmaß. Hoffentlich finden wir alle einen ausgewogenen Umgang…  

Was denkst du?

Anne

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