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fantasievolle Spaziergänge mit DIY

fantasievolle Spaziergänge  mit DIY

Spazieren gehen. Was furchtbar langweilig bis meditativ erholsam empfunden werden kann, ist zum Alltagshighlight avanciert. Die ganze Zeit in einem Berliner Plattenbau zu verbringen, drückt irgendwann auch gehörig die Stimmung.

Die Kinder haben in den letzten drei Wochen ihr Ninja- Training mit Abstandsregeln erfolgreich absolviert und sind bewusstseinsstiftend ins Bilde gesetzt. Sie nehmen es tapfer hin, dass die Spielplatzsaison nicht eröffnet wurde. Außerdem haben wir meist die Roller dabei, sodass wir uns zügiger bewegen können. Der Frühlingseinzug, das Naturerwachen und die milden Temperaturen locken hinaus und beflügeln den Ideenreichtum.

Fantasie fetzt

Angesichts der wunderschönen Blütenpracht verkündete das Tochterkind: Sie ist die Kirschblütenkönigin. Der Sohnemann wurde zum Apfelkönig ernannt.

Als wir an einem Tag im Park spazierten, kamen uns mehrere Menschen entgegen. Da sie ja Abstand halten sollen, hat Mama schließlich gesagt, steuerten die Kinder eine Baumgruppe an. Rettung. Der Sohnemann kletterte auf einen Baum und hielt Ausschau. Das Tochterkind ganz in ihrer Geschichte drin, ließ verlauten, dass die Königreiche von einem Fruchtmonster bedroht würden. Es würde ihre Bäume und das Überleben bedrohen. Sie müssen sich zusammen tun.

Als sie es entdeckten, stiegen sie auf ihre Pferde (die Roller) Apfelkern & Sumsepopo und galoppierten durch die Straßen. Wir rollerten lieber nicht weiter durch den gut besuchten Park. Das Fruchtmonster soll nun regelmäßig mit Gurken besänftigt werden. Warum auch immer mit Gruken…

Ich regte an, dass eine Kontaktaufnahme sinnvoll sei. Die Kinder stimmten mir zu, wenn es besänftigt sei, stellt sich vielleicht heraus, dass es nur verwirrt ist und sogar freundlich. Aber soweit sind wir noch nicht. Die Kinder gehen also nicht einfach spazieren oder rollern, sondern inspizieren ihre Königreiche und halten Ausschau nach dem Fruchtmonster und eventuellen Schäden an ihren Bäumen.

Was gibt es noch zu entdecken?

Das Tochterkind geht ganz in ihrer Fantasiegeschichte auf. Dem Sohnemann steht der Sinn mehr nach Abwechslung. Die neue Jahreszeit zeigt sich auf vielfältige Weise. Feuerwanzen, Blümchen, Löwenzahn, Taubnesseln, Vögel… Es gibt viel zu entdecken für ihn. Der Blick zu den Wolken lohnt sich ja sowieso jeder Zeit.

Der Sohnemann ist als Naturentdecker unterwegs und auch seine Stöcker und Steine – Leidenschaft lebt er aus. Durch das Suchen&Entdecken sowie Guck-mal- hier& Guck-mal-da bleiben wir auch in Bewegung.

Für den ein oder anderen Schatz brauchte es ein Mitnahmemöglichkeit. Was eigentlich als Osterkörbchen für Oma&Opa gedacht war, wurde kurzerhand zum Fundstücksammelkörbchen, was selbst das Tochterkind bestaunt.

Körbchen aus Milchkartons

Upcycling. Es braucht also einen leeren Milchkarton bzw. ein leeres Tetrapack und das übliche Handwerkszeug: Schere, Tacker, Farben und ein bisschen Kreativität.

Der Karton wurde oben aufgeschnitten, ausgewaschen und dann wurde die oberste Beschichtung vorsichtig abgelöst. Das geht leichter, wenn die Verpackung ein bisschen „geknetet“ und angefeuchtet wird. Je mehr der Karton bewegt wird, desto rundlicher wird er und um so leichter lässt sich der obere Rand umschlagen. Der Sohnemann wollte es lieber eckiger haben. Außerdem ist die Packung eingerissen, daher haben wir den Rand nach dem Umschlagen getackert.

Vom oberen Teil wurden noch zwei Streifen abgeschnitten. Die Beiden wiederum wurden mit der unbeschichteten Seite zusammengeklebt und angetackert. Fertig. Dann ging es ans Verzieren. Meine Kinder haben gemalt und geklebt.

Ohne Henkel wäre so ein super Utensilio entstanden. Wie erwähnt, eigentlich war die Aktion als Osterkörbchen-Bastelei gedacht. Aber ein Sammelkörbchen ist auch eine tolle Sache. Die innere Beschichtung ist dabei echt praktisch.

Fantasievolle und frühlingshafte Ausflüge

Wir erkunden also unsere nahe Umgebung auf eine andere Art. Mit den Rollern, wo sie doch jetzt so fantasievolle Namen haben, kommen wir sogar ein bisschen weiter. Das Körbchen wird an den Roller gehängt und los geht es.

Wie macht ihr das dieser Tage? Ohne Garten ist der Ideenreichtum mitten in der Stadt gefragt. Wie wirkt ihr dem Lagerkoller entgegen und gebt dem Bewegungsdrang Raum? Freut ihr euch auch über den Frühling und erwachen eure Lebensgeister? Berichtet mir und teilt gerne eure Einfälle.

Anne

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