Kann jedes Kind schaukeln? Turner-Syndrom, vestibuläre Wahrnehmung und einige Fragen
Jedes Kind entwickelt sich in seinem Tempo. Es gibt Vorlieben und Talente und eben Unterschiede im Können. Wissen wir alle. Stimmen wir alle zu. Doch – und ich gebe es offen zu – manchmal stutze ich und schiele auf dieses oder jenes andere Kind. Ich schaue nach links und rechts. Und ich vergleiche auch. Wieder besseren Wissens.
Nun hat er den Vorteil, dass er ein Geschwisterkind ist. Die Vorbildfunktion von Krümelie und der Nachahmungswille von Krümel sind enorm. Außerdem könnte man anführen, dass er eben eine Junge ist. Welche Rolle das spielt, wäre Spekulation. Lassen wir das.
Kurz vor seinem zweiten Geburtstag ist mein Sohn gut entwickelt. Meine Tochter hat sich ebenfalls gut entwickelt. Nur eben anders.
Schaukelfreude verses Schaukelfrust beschäftigt mich. Für mich stellt diese idyllische Szene (Erwachsener schubst lächelndes Kind auf Schaukel an) den Inbegriff eines Spielplatz-quality time-Moments dar.
Ich begebe mich also auf die Suche. Die Ergebnisse zu „Kind schaukelt nicht gern“ lassen vermuten, dass die vestibuläre Wahrnehmung etwas damit zu tun hat. Den Artikel von Wimmelköpfchen zu diesem Thema finde ich sehr interessant. Außerdem „klingelt“ es. Ich erinnere mich, dass ich im ersten Lebensjahr von Krümelie bereits davon hörte. Damals ging es darum, dass ihr vestibuläres System in Stresssituationen/ Situation, die Regulation erforderten, aktiviert wurde, was dann zu Milchspucken führte.
Das Gleichgewichtssystem aus dem Gleichgewicht und der Körper reagiert – so stelle ich mir das vor. Im Babyalter führte es zum Spucken und mit zu nehmenden Alter wird das Unangenehme vermieden?!
Wie wichtig ist Schaukeln? Welche Synapsen werden dabei gebildet? Welche Bedeutung spielt das Gleichgewichtssystem – jetzt und später? Was ist es und macht es?
Und schlussendlich: Welche Verbindung besteht zwischen dem Turner-Syndrom und der vestibulären Wahrnehmung?


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