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Leben mit Kindern

Leben mit Kindern

Unter‘ m Strich beinhaltete dieser Morgen: ausgeschüttete Haferflocken, umgekippte Teetassen, nasse Ärmel und volle Windeln. Aus zwei Kindern wurden gefühlt zwanzig und ich hätte mindestens genauso viele Arme gebraucht, damit ich hätte etwas auffegen, fangen oder wischen können.

Es muss dabei auch ein Sprung in der Zeit gegeben haben. Wir sind nämlich zeitig aufgestanden und waren zügig angezogen, haben Zähne geputzt und Zöpfe geflochten. Plötzlich waren wir jedoch spät dran. Das Zeitfenster für die Verabschiedung im Kindergarten wurde immer kleiner. Die Abfahrtzeit meines Zuges kam immer näher.  Meine Kinder wurden derweil immer langsamer, vertieft übte sich der Sohn am Öffnen der Schuhe. Sie gelangten nur nicht an seine Füße. Die Tochter erhielt Besuch von sechs Freunden. Sie musste ihnen unbedingt zur Hand gehen. Leider vergaß sie dabei ihre Jacke.

Das ich die Hälfte der Sachen vergessen habe, also den Schlafanzug für das Tochterkind zum Beispiel, unser Müll im Flur verharrt und geduldig auf mich wartet, brauche ich nicht gesondert erwähnen. Oder?

Mein Mann kommt vor mir nach Hause zurück. Ich fürchte, er wird die Tür wieder von außen schließen.

Ein wenig geordneter, gesitteter und gemütlicher kann es gerne sein. Aber mal ehrlich: Sonderlich außergewöhnlich finde ich unseren morgendlichen Alltag nicht… trotz Kind mit Diagnose.

Wenn ich nur mal kurz unter die Dusche husche, sieht das in der Regel übrigens so aus:

Warum wir Schranksicherungen haben, weiß ich auch nicht…

Leben mit UTS ist in unserem Fall eben auch „nur“ Leben mit Kindern. 
Ganz normal. 

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