Haare – diese Haare! Rapunzels (Alp-)Traum

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| Foto aufgenommen von Matthias Friel Krümelie fast 2 Jahre |
„Diese Haare…“; „Diese Löckchen…“; „Von wem hat sie den diese Löckchen?“ – dazu kommen „Ahh’s“ und „Ohh’s“ – und Krümelies Haare werden bestaunt wie ein Feuerwerk. Früher sagte Krümelie immer „Öckchen“, ich fand das mindestens genauso cool, wie die Haare selbst. Wenn ich für jedes Kommentar zu Krümelie’s Lockenpracht Geld bekommen hätte, wir wären Milliardäre. Selbst wenn ich die Fragen zur Haarpflege, Mitleidsbekundungen zum Kämmen und Kommentare alla „Sie wird später glatte Haare haben wollen.“ abziehe, wären wir immer noch Millionäre.
Und in aller Deutlichkeit: Ich find ihre Locken (auch) klasse. Nein, von mir hat sie die nicht und natürlich kämme ich ihre Haare. Die Antworten auf die Top 3 der Fragen und Anmerkungen zur kindlichen Lockenpracht.
HAARE SCHNEIDEN – AAAHHHHHHHH
Bis jetzt ist es so, dass ich als Krümelie fast 2 Jahre war, das erste Mal ihr einen Pony geschnitten habe. Genau genommen, habe ich die Haare gekämmt, versucht möglichst viele zu fassen und habe einmalig geschnitten. Dazu saß Krümelie bei Papa auf dem Schoß und zitterte. Alle guten Worte brachten nichts. Krümelie fand es furchtbar und schüttelte von da an stetig den Kopf sobald das Thema „Haare schneiden“ aufkam. Wir haben mit viel Aufwand und guten Worten unserer Tochter vielleicht fünf oder sechs Mal die Haare vor den Augen entfernt. Das wars.
Im Sommer 2015 waren wir bei einer speziellen Kinderfriseurin, um dem Gewusel auf dem Kopf Einhalt zu gebieten. An Schneiden war nicht zu denken. Krümelie schluchzte, klammerte sich an mich und begann zu zittern als die Frau ihr durch die Haare ging. Die Haare sein okay, so das Urteil. Wir legten das Thema ad acta.
Schöne Haare
Püppikram
Nicht nur, dass seit dem 12. Mai diesen Jahres bei Püppikram ein „X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!“-Buch in die Hand genommen werden kann, nein auch so schätzen und mögen wir Silke sehr. Neuerdings sitzen ihre Tochter und Krümelie auch gemeinsam im Schrank und kichern. Aber nicht nur diese gemeinsame Erfahrung, nein, Silke’s Handeln allgemein wirkte sich auf Krümelie aus. Sie spielt nämlich, dass sie selbst Silke ist. Der Spiegel wird dann auf den Tisch gestellt, die Bürste bereit gelegt und meist stellt mir die freundliche junge Dame noch einen Becher „Kaffee“ hin. Diesen nehme ich dankend an. Ich soll mich dann setzen und in den Spiegel schauen, bekomme die Haare gekämmt und anschließend werde ich geschminkt. Wird das Rollenspiel nicht (durch den Babyjungen) gestört, müssen anschließend auch noch Fotos gemacht werden. Die Vorbildwirkung ist enorm. Sie lächelt mich auch professionell an, versieht meine Haare mit Spangen und steichelt mir ähnlich wie Silke zur Hautprüfung über die Wange und pinselt mir im Gesicht rum. „Du wirst schick gemacht, Mama. Weil ich bin die Silke“, erklärt mir Krümelie dabei voller Inbrunst. An manchen Samstagen gehen wir auf den Wochenmarkt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Püppikram-Laden und auf ein kurzes „Hallo“ gehen wir gerne vorbei.
In letzter Zeit häuften sich die (ungefragten) Anmerkungen zur krümelieschen Lockenpracht: „Die Haare müssen geschnitten werden, damit sie kräftiger werden.“; „Das Kind braucht einen ordentlichen Haarschnitt.“; „Wenigstens Spitzen schneiden, um das Kämmen zu erleichtern.“.
Die Pflege bzw. das Kämmen sind manchmal eine Geduldsprobe. Wie das mit Kindern eben so ist, erkennt Krümelie auch nicht immer die Notwendigkeit des Waschens und Kämmens an. An manchen Tagen lasse ich die Haare völlig unberührt. Sie sind dann einfach ungezügelt. Wild. Mich stört das nicht. Gelegendlich frage aber auch ich mich, wo das Enden soll…
Der Herzmann und ich beschlossen: das „arme“ Kind muss in professionelle Hände. Wir trauen uns da nämlich nicht ran. Was meint ihr, welcher Ort uns dafür in den Sinn kam? Genau! Wir wählten den vertrauten Püppikram-Salon. Das „arme“ Kind soll ja nicht traumatisiert werden. Ein Termin fand sich und…
Am Montag (7.Dezember) war es also so weit. Die Begeisterung von Krümelie hielt sich in Grenzen, war aber nicht von Angst begleitet. Doch im Ergebnis ist das Geschehen schnell erzählt. Die junge Dame hat neuen Nagellack auf den Fingern
und Mama hat ein paar Haare da gelassen.
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| Bild aufgenommen von Silke und hier bei Facebook veröffentlicht |
„Locken sind eine Laune der Natur. Sie zeigt uns damit, was sie noch alles Schönes kann.“, so die Aussage des Friseurmeisters.
Krümelie hat klar gesagt, dass sie die Haare nicht geschnitten bekommen möchte. Und wenn wir die Haare nicht radikal kürzen, würde das mit dem Kämmen so oder so nicht einfacher. Nun gut. Wir warten jetzt bis Krümelie von sich aus zum Friseur und Haare lassen möchte.
Wie handhabt ihr das mit den Haaren? Beim Waschen und Schneiden? Beim Frisurenzauber?
Und für alle die nicht bei Facebook sind (was wirklich Zeit spart), erzähle ich es hier nicht ohne Stolz. Matthias aka Matthias Friel Photography macht einen Adventskalender bei Facebook. Hinter dem siebenten Türchen verbarg sich gestern etwas x-mal anderes…
Mit Püppikram besteht keine Kooperation. Ich habe ganz regulär für den Haarschnitt bezahlt.











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